City of Grey

Fortsetzung zu Week of Vampires

Eine Weile ist vergangen (milde untertrieben). Mein Post über meinen Oregon/ Washington-State Trip wartet noch auf seine Vollendung. Dem soll nun ein Ende gemacht werden.

Wir leihen uns also kurz Hermine Grangers “Zeitumkehrer” aus und spulen die Zeit nochmal um knapp 5 Monate zurück. Gut festhalten, es kann ruckelig werden ……….. !Seid ihr alle angekommen? Ist keinem schwindelig oder übel? Nein? Gut. Dann seid ihr nun bereit um vom Rest dieser Reise zu lesen.

* * * * *

Es ist ein wunderbarer Morgen im April und Laia und Nadine verlassen grade ihren Twilightbunker um auszuchecken. Schließlich war der Roadtrip hier noch nicht vorbei, nein, heute sollte es in die City of Grey gehen. Bekannt für ihr “greyes” Wetter, Meridith Grey und Christian Grey. Natürlich spreche ich von Washingtons Metropole Seattle. Der Himmel sah vielversprechend aus, ein paar Wolken aber überwiegend Sonne. Dem Stop, den wir im Olympic National Park eingeplant hatten, stand also nichts im Wege! Yes!

Für alle die mit diesem NP nichts anfangen wissen, hier ein paar Bilder von Google

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HIER
Olympic National Park - 17
SOLLTE ES
Olympic National Park 16
HINGEHEN

 

Fröhlich über die Tatsache, dass es die Wettergötter heute also gut mit uns gemeint hatten, stapften wir zur Rezi, checkten aus und dann…ja, was dann. Wer aufmerksam gelesen hat weiß, dass wir uns grade im April befinden. Genau, im April. Frau-könnte-nicht mehr-Stimmungsschwankungen-während-ihrer-Periode-haben April. Auf der Olympischen Halbinsel, dem regenreichsten Ort der USA. Man muss nicht Sherlock Holmes heißen um zu wissen, was nun passierte. Es regnete.

Hunde, Katzen & Vampire.

Also nichts mit spiegelglatten Seen, Baum oder Bambi kuscheln. Plan wurde umgeschmissen. Es ging direkt nach Seattle. Nach 4 langen Stunden voller Einöde, Nadelwäldern und endlosen Straßen war endlich die Skyline von Seattle zu sehen. Daneben gefolgt von der mächtigen Silhouette des Mount Rainer, der mit seinen knapp 4.400 m die Wolkenkratzer Seattles winzig erscheinen lässt. Ein einmaliges Schauspiel. Ein weiteres Schauspiel bietet sich uns dazu an den Seiten des Highways: Zelte. Zelte? Ja, Zelte. Auch der unvernehmliche Geruch nach Gras und sonstigen berauschenden Substanzen macht sich breit. Rechts und links von den Zelten rasende Autos, die in und aus der Stadt flitzen. Als Wohnort ein Highway to hell, wenn man so möchte. Aber was soll das? Als wir weiter gen Zentrum Seattles fuhren sahen wir immer wieder Lager von Zelten an den Straßenseiten, irgendwann kam dann auch ein Mensch aus einem dieser besagten Zelte. Nach näherem Betrachten wird eins klar: das hier sind Lager von Obdachlosen Drogenjunkies. Das die Obdachlosigkeit hier in den Staaten viel mehr Überhand genommen hat, als bei uns in Europa hatte ich schon in Chicago gemerkt, aber dass…

Als wir im Hostel, was super zentral in downtown Seattle gelegen war, ankamen, machten wir uns direkt auf den Weg um die Gegend ein wenig zu erkunden. Vor allem der Hunger trieb uns nochmal raus aus unseren Bunkerbetten. Knapp das Hostel verlassen (welches in keiner schlechten Gegend gelegen war) wurde ich zum Beinahe-Opfer eines aufmüpfigen Obdachlosen: erst trottet er mir verträumt entgegen doch als mich sein Blick trifft holt er die Faust weit zum Schlag aus. Durch meine Adlermäßigen Reflexe, die ich mir derweilen schon durch das Beisammensein mit meinen Gastkindern antrainiert hatte, konnte ich mich noch rechtzeitig wegducken und Passanten-Klitschko ging ohne sich umzudrehen weiter als sei nichts gewesen. Im Nachhinein dachte ich, ich hätte die Faust ruhig einkassieren sollen, wer weiß – vielleicht wäre ich ja im Seattle Grace Hospital auf Derek Shepherds aka. Mc Dreamy’s OP-Tisch wachgeworden?

 

A coffee to go, please!

Am 2. Tag ging es mit mehr oder weniger genießbarem Hostel-Frühstück gestärkt direkt zur Space Needle. Diesmal ohne weitere Obdachlosen-Vorfälle. 184m höher dann diese Aussichten:

 

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Lake Union & seine ferry boats
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Downtown Seattle

 

Schon als wir oben auf der Needle standen hatte ich den Eindruck, dass Seattle relativ klein sei. Nicht Güstrow klein. Aber klein. Der Eindruck bestätigte sich dann auch – alles wesentlich Interessante klapperten wir zu Fuß (!) innerhalb von einem Tag ab: am Morgen die Space Needle, den Pier 66, Olympic Sculpture Park, den Pike Place Market und das dort in 1971 zuerst eröffnete Starbucks Café. Am Nachmittag den Pioneer Square und den Gas Works Park, der auf der anderen Seite des Lake Unions liegt und man somit eine perfekte Sicht auf die Skyline Seattles bekommt. Bei Dämmerungseinbruch fand man uns an diesem Abend schon im Hostel, aus Angst vor weiteren Begegnungen mit trip-schiebenden “hobos”, wie man sie hier nennt. Denn mit der Finsternis kamen sie alle aus ihren Zelten gekrochen und die Straße in der sich unser Hostel befand stellte sich als ein wahrer HH heraus – was? Woran denkst du denn jetzt? Ich rede von einem “Hobo-Hotspot”.

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schlendern durch Seattle
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Pier 66′ Ferris Wheel
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Pier 66

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Beschwerlicher Weg zum Futter: gefühlte Millionen Treppen musste man bezwingen, bevor man am Pike Place Market ankam.
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…endlich Mittag! yay
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Pike Place Market

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Kurz vor’m Bus posen weil Insta und so
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Blick vom Gas Works Park
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Die süße Laia und mua

 

Bildung tut nicht (immer) weh

Am Tag Nummer drei, standen nur noch 2 Dinge auf unserer Liste: das EMP Museum und das Chihuly Garden and Glass Museum. Das EMP Museum stellte sich dabei als eines der coolsten Museen heraus, das ich jemals besucht  hatte. Filme, Musik, Künstler – dabei klärte es Fragen wie “Warum mögen wir Horror-Filme?” oder zeigte Ausstellungen mit Originalrequisiten von Filmen wie Herr der Ringe, Back to the Future, Star Wars…

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hello instagram: diesmal vor dem EMP Museum
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Hoverboards aus Zurück in die Zukunft: sollten die nicht schon seit 2 Jahren auf dem Markt sein?
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Herr der Ringe Requisiten
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ICONIC: Indy’s gute Lederjacke
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Luke’s Hand
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Bevor ich im Chihuly Museum war dachte ich bei “Glas” an Fenster und Flaschen..
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Was siehst du? Eine Pflanze? Schau nochmal genauer hin.
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Glas? Ernsthaft?
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HAPPY NADINE

 

Den Rest des Tages verbrachten wir noch damit durch downtown zu schlendern bevor es am nächsten Morgen schon wieder zurück in mein geliebtes Chicago ging. 3 Tage waren mehr als Genug um Seattle zu erkunden und um sich für immer von Starbucks zu “übertrinken” (Alle 3 Blocks gab es locker einen neuen Starbucks. Ich sage nicht das wir bei jedem Halt gemacht haben, aber vielleicht bei jedem 3. …) So ging es dann nach einer langen Woche Oregon & Washington aufgeputscht vom ganzen Koffein und etwas welterfahrener und glücklicher zurück in mein 2. zu Hause. Ungefähr so wie diese Kaffe-Katze hier hab ich mich gefühlt. (props gehen raus an das Moore Café in Seattle)

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Ist das nicht einfach der süßeste Cappuccino der Welt?

 

Also Freunde, Zeit um wieder in die Gegenwart zurück zu reisen. Oder doch noch nicht? Von New Orleans fehlt auch noch ein Post und das war schon im Januar…oops. Also hoffe ich ihr seid nächstes Mal nochmal dabei, wenn ich in den Januar, ins verrückte & heiße New Orleans zurückreise.

Bis dahin hoffe ich, dass das Leben gut zu euch ist und ihr so frisch und fröhlich sein könnt wie die Katze auf dem Bild! Meow.

 

* * * * *

 

 

 

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One thought on “City of Grey

  1. cocorinna24 says:

    Das hast du sooo schön geschrieben, auf eine Art und Weise, die mir das Gefühl gibt, dass du direkt neben mir stehst und es erzählst. 😍 Natürlich mit deinem Humor. Ich liebe es dir zuzuhören & bin ganz gespannt auf deine tollen Geschichten.
    Danke für diesen Post, ich hab ihn aus vollen Zügen genossen & es hat mir ein Stück Nadine nach Deutschland gebracht! ❤️

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